Differenzdruckverfahren

Die Differenzdruckmessung ist ein Prüfverfahren mit Luft, bei dem nicht die entweichende Luft selbst gemessen wird, sondern die Auswirkungen einer Undichtigkeit auf den Druck im Prüfraum. Bei diesem Verfahren wird das Bauteil mithilfe eines Druckdifferenzmessgeräts mit dem erforderlichen Prüfdruck beaufschlagt. Standardmäßig kommen Prüfdrücke zwischen 0,2 und 6 bar zum Einsatz. Bei Sonderanfertigungen sind jedoch auch Prüfdrücke bis 20 bar oder Prüfungen im Vakuumbereich möglich.
Nach dem Befüllen des Prüfraums wird über eine definierte Messzeit der Druckabfall im Bauteil ermittelt. Anhand dieses Druckabfalls kann die Leckagerate berechnet und die Dichtigkeit des Bauteils bewertet werden. Ist der Druckabfall zu hoch, gilt das Bauteil als zu undicht.
Der Name dieses Prüfverfahrens leitet sich vom verwendeten Sensor ab: dem Differenzdrucktransmitter, der die Druckänderung im Prüfraum erfasst und auswertet.

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